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Antrag FWG "Natur- oder Waldkindergarten" vom 13.07.2020

„Natur- oder Waldkindergarten“
Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland e.V

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die FWG Fraktion beantragt folgenden Beschluss zu fassen:

„Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur Einrichtung eines Natur -oder Waldkindergarten auf dem Gelände der Rühlmannstätte zu erstellen.“

Begründung:
Der Arbeitskreis „Rühlmannstätte“ konnte sich nicht auf ein Nutzungskonzept zur Weiterentwicklung der Rühlmannstätte einigen.

Die Gemeinde hat den höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen von allen 396 Städten und Gemeinden des Bundeslandes. Auch die Geburtenrate ist eine der höchsten in NRW. In Augustdorf gibt es zur Zeit sieben Kindertageseinrichtungen sowie Angebote der Kindertagespflege (Tagesmütter). Es ist davon auszugehen, das Augustdorf längerfristig eine weitere Kindertagesstätte benötigt. Dieses Gelände wäre hervorragend dafür geeignet.

Dem Grundstück wird mit den planerischen Voraussetzungen für einen „Natur- oder Waldkindergarten“, endlich eine längerfristige Chance erwachsen.

Eine planerische Zusammenarbeit mit dem Heimatverein würde hier zusätzliche Impulse und Anreize geben.  

In einem Naturkindergarten (bekannt auch unter der Bezeichnung Waldkindergarten) werden Kinder im Kindergartenalter außerhalb fester Gebäude, vorwiegend in naturbelassenen Gelände z.B. Heide oder Wald, betreut. Der Naturkindergarten ist ein Kindergarten wie jeder andere auch. Statt aber einer festen Kita-Einrichtung findet die pädagogische Arbeit mit der von der Natur zur Verfügung gestellten Mitteln statt. Gerade die Heide und der Wald stellen zum Spielen und Lernen unzählige Inhalte, Objekte und Materialien kostenlos zur Verfügung.

Kinder in Natur- und Waldkindergärten sind gesundheitlich stabiler und haben weniger Unfälle. Die Pädagogik in der Natur und im Wald wirkt sich auch auf die Sprachentwicklung unterstützend aus, da sich die Kinder über die Bedeutung von Naturgegenständen und das Spielgeschehen häufiger verbal austauschen.

In Natur- und Waldkindergärten sind Kinder generell weniger lärm- und damit auch weniger stressbelastet als in geschlossenen Räumen. Festgestellt wurden auch positive Auswirkungen auf das Immunsystem von Kindern und Pädagogen durch den langen Aufenthalt im Freien.

Kinder können:
- die Natur und den Umgang mit ihr selbst intensiv erleben
- ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können
- die Natur unmittelbar mit allen Sinnen wahrnehmen
- sich ohne Reizüberflutung und Lärm stressfrei entwickeln
- ihre Phantasie und Kreativität durch das Spielen mit natürlichen Materialien fördern

Einen Natur- oder Waldkindergarten zu gründen braucht Kraft und Ausdauer, aber es lohnt sich immer, denn die Natur ist einfach die erfolgreichste frühkindliche Bildungseinrichtung!

Die Nutzung des Geländes durch eine Kindertagesstätte, würde auch bei der Umsetzung des Antrages auf Schaffung von Wohnraum an der Haustenbecker Straße 135/137 (Ergebnis der Schlichtung Bezirksregierung) positive Wirkungen erzielen.

 

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