www.fwg-augustdorf.de / Aktuelles > Wo kommt das Geld für die Freibadfläche plötzlich her?
.

Wo kommt das Geld für die Freibadfläche plötzlich her?

Wo kommt das Geld plötzlich her?
Bürgermeister schlägt Freizeitfläche mit Wasserspielmöglichkeit vor.
Ära Freibad Augustdorf geht zu Ende

Freibad

Verwundert haben sich die Fraktionsvorsitzenden von SPD, FWG und FDP in der Nacht am Wahlsonntag die Augen gerieben. Um 00.34 Uhr, also drei Stunden nach Auszählung des Bürgerentscheides zum Freibad, mailte Herr Dr. Wulf den Fraktionsvorsitzenden den Vorschlag zu, die Freibadfläche für ein Erholungs- und Freizeitgelände mit Wasserspielmöglichkeiten umzubauen.

Am Montag konkretisierte er diesen Vorschlag auf der offiziellen Internetseite der Gemeinde und als Pressemitteilung. Gegenüber der Lippischen Landeszeitung (Bericht vom 26.09.2017) äußerte Herr Dr. Wulf, dass in Augustdorf insbesondere Wasserspielmöglichkeiten fehlten.

Die Bürgerinnen und Bürger hatten gerade mit überwältigender Mehrheit beschlossen, dass das Freibad zugeschüttet wird, und Herr Dr. Wulf stellt nun einige Stunden nach dieser Bürgerentscheidung fest, dass in Augustdorf Wasserspielmöglichkeiten fehlen.

Die Augustdorfer sollten aber wissen, dass die Idee für ein Erholungs- und Freizeitgelände bereits vor vielen Jahren auf der sogenannten „Römerstätte“ an der Haustenbecker Straße, insbesondere von Baptistengemeinden gefordert wurde. Dieses Vorhaben wurde seinerzeit von der Mehrheit des Rates abgelehnt.

Als Ersatz für das Freibad tauchte dieses Erholungs- und Freizeitgelände mit Wasserspielmöglichkeiten im Jahr 2015 im ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) als Neuauflage wieder auf. Für die Herstellung dieses Freizeitgeländes wurden Kosten in Höhe von mehr als einer Million Euro angesetzt (ohne Abrisskosten der Freibadanlagen). Dieses Konzept wurde mit der Ratsmehrheit von SPD, FWG und FDP abgelehnt.

Die Fraktionen von SPD, FWG und FDP diskutieren aktuell, ob die Freibadfläche mit den umliegenden gemeindeeigenen Grundstücken als Bauland für Niedrigenergiehäuser und/oder Passivbauweise kostengünstig jungen Augustdorfer Familien oder auch für ältere Menschen im Rahmen des Betreuten Wohnens zur Verfügung gestellt werden könnten.

Für uns drei Fraktionen ist es selbstverständlich, dass alle Vorschläge für die zukünftige Nutzung der Freibadfläche vor einer Entscheidung im Rat im Rahmen einer oder ggf. mehreren Einwohnerversammlungen mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Insbesondere wenn man berücksichtigt, dass alle ablehnenden Argumente des Bürgermeisters gegen das Freibad, wie erhöhte Lärmschutzanforderungen und auch die Finanzierung, bei diesem Projekt ihre Gültigkeit behalten würde.

 

Dieser Artikel wurde bereits 89 mal angesehen.

Powered by Papoo 2012
45689 Besucher