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Stellungnahme zum Bürgerentscheid - Sanierung Freibad

Informationen zum Bürgerentscheid
Hintergründe zur Freibadsituation

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am 24.09.2017 entscheiden Sie, ob unser Freibad saniert und modernisiert wird.

Öffentliche Freibäder gehören zur sozialen Infrastruktur, insbesondere für eine Gemeinde, die weiterhin die jüngste aller 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ist. Augustdorf hat den höchsten Anteil von Kindern und Jugendlichen. Diese Fakten verdeutlichen, wie bedeutsam der Erhalt des Freibades für unsere Kinder, Jugendlichen und Familien ist.

Richtig ist, dass die Gemeinde ein Freibad nicht vorhalten muss. Es handelt sich im Gegensatz zu den Schulen (Pflichtaufgabe) also um eine sogenannte freiwillige Leistung der Gemeinde. Aber sind es nicht gerade die freiwilligen Leistungen, die die Attraktivität einer Gemeinde ausmachen? Ohne freiwillige Leistungen wäre ein lebendiges, aktives Zusammenleben in einer Gemeinde schwerlich vorstellbar. Aber alle freiwilligen Leistungen werden von allen Bürgerinnen und Bürgern mitfinanziert, egal ob mit Steuern oder Gebühren.

Eine Neiddebatte wäre für alle Einwohner gefährlich. Wenn heute ein Teil der Bürgerinnen und Bürger strikt ablehnt, sich an der Freibadsanierung zu beteiligen, wird vielleicht schon morgen ein anderer Teil der Bevölkerung die Bezuschussung von anderen freiwilligen Leistungen verweigern (z.B. Sportplätze, Sporthallen für den Vereinssport). Darüber sollte jeder nachdenken, denn freiwillige Leistungen gibt es genügend. Vielleicht wird auch jeder irgendwie und irgendwann betroffen sein.

Das Augustdorfer Freibad liegt inmitten der Ortschaft und ist somit für alle, insbesondere für Kinder und behinderte Menschen auch zu Fuß oder per Fahrrad sicher erreichbar. Deshalb ist das Freibad als Familien- und Jugend-Treffpunkt in der Gemeinde unverzichtbar.

Nach Aussage der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) konnten früher ca.  90 Prozent der Grundschüler schwimmen lernen. Heute, auch wegen der Bäderschließungen, sind es nur noch 50 Prozent (LZ 07.06.17). Der in den Lehrplänen vorgeschriebene Schwimmunterricht kommt deshalb häufig zu kurz oder fällt ganz aus. Kinder die die Grundschule verlassen, können auf keinen Fall sicher schwimmen und müssen regelmäßig üben. Zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit fehlt es aber an Übungsmöglichkeiten (z. B. Freibad) in der Gemeinde.

Neben den Vereinssportangeboten (Sportplätze, Sportstätten etc.)  gehört nach unserer Ansicht auch ein Freibad, das allen Augustdorfern zur Verfügung steht.

Wir wissen um die schwierige Haushaltssituation und den großen finanziellen Herausforderungen. Dennoch darf die Attraktivität gerade auch im Freizeitbereich in unserer Gemeinde nicht noch weiter verschlechtert werden.

Wenn nicht jetzt der Erhalt des Freibades beschlossen wird, sind wir der festen Überzeugung, dass es in Augustdorf zukünftig kein Freibad mehr geben wird. Das dann freiwerdende Freibadgelände würde anderweitig genutzt.

Die Vorstellung, zukünftig ein neues Millionenprojekt „Badesee“ zu bauen, ist aufgrund der strengen gesetzlichen Vorgaben (Umweltverträglichkeit, Wasserschutz, Biotop-/Artenschutz, Naturschutz etc.) eine träumerische Wunschvorstellung. Zumal der Betreiber der Sandabbaufirma beabsichtigt (LZ 18.03.17), einen Verlängerungsantrag zum Abbau des so wertvollen Sandes am Kohlenweg um 5 Jahre zu stellen.

Mit der Modernisierung des Freibades würde hier in Augustdorf eines der modernsten und attraktivsten Freibäder im Kreis Lippe zur Verfügung stehen.

Bisher wurden lediglich Grobplanungen und grobe Kostenschätzungen für die Sanierung des Freibades erstellt. Die konkreten Detailplanungen für das Freibad konnten bisher noch nicht beginnen.

Wir sind aber der festen Überzeugung, dass durch Inanspruchnahme verschiedener Förderprogramme die finanzielle Belastung für unsere Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich gehalten werden kann.

Unsere Stimmempfehlung zur Frage:

Soll der Beschluss des Gemeinderates vom 23.02.17
zur Sanierung des Freibades Augustdorf aufgehoben werden?

Stimmen Sie mit N E I N –      

„damit die Planungen zur Sanierung weitergehen können und das Freibad schon bald wieder allen zur Verfügung steht.“

 

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