Antrag FWG-Fraktion zur offenen Kinder- /Jugendarbeit
Antrag FWG-Fraktion v. 26.06.2011
Antrag zur offenen Kinder-und Jugendarbeit
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die Ratsfraktion der FWG fordert die Verwaltung auf:
- Kontakt mit dem Kreis Lippe, Land o.a. aufzunehmen um abzuklären, ob es Möglichkeiten gibt zusätzliche finanzielle Mitteln für spezielle Projekte, im Rahmen der neuen Jugendarbeit zu erhalten und fordert diese ggf. an.
Hier erwarten wir vom Kreis, der für die Jugendarbeit zuständig ist, eine größere finanzielle Unterstützung. Deshalb darf auf das noch ausstehende Gespräch, bei dem ein neues Betreuungskonzept und die Finanzierung angesprochen werden soll, nicht verzichtet werden.
- ein Konzept für den Schlingsbruch zu erstellen, hierbei ist besonders die offene Kinder-Jugendarbeit mit einzubeziehen.
- neues Sporthaus Kellerräume :
Einrichtung eines Jugendcafés, Begegnungsraumes, - altes Sportheim :
Umwandlung in einen dezentralen Treffpunkt (nur Aussenbereich) mit Graffitiwänden - zweiter Sportplatz :
Umwandlung in ein Inline-Hockeyfeld und anderer Sportangebote - Verpachtung Grillplatz
an den Gemeindesportverband im Rahmen eines eigenen Konzeptes im Bereich der Jugendarbeit
Hierzu sind mit allen betroffenen Gruppen ins besonders mit dem Gemeindesportverband, FC, TuSG, Kirchen / Glaubensgemeinschaften, Jugendbeauftragten, Schulsprecher der Schulen usw. Gespräche zu führen.
- weitere Standorte in Bezug auf die dezentralen Treffpunkte z.B. in Form von Bauwagen/Containern oder Räume in den Schulen neben dem Feldhaus zu ermöglichen.
Spezielle Konzepte für einzelne Zielgruppen, wie z.B. die Mädchen oder die Arbeit mit Kindern und jüngeren Jugendlichen sollten dabei nicht vergessen werden.
- zeitgerecht verschiedene finanzielle Modelle zur verstärkten und zusätzlichen Betreuung mit Sozialarbeitern, Streetworkern, Sozialpädagogen (z.B. Honorarkräfte) speziell an den Wochenenden im Rahmen der offenen Kinder-/Jugendarbeit zu erstellen.
- durch Gespräche mit den Schulen u. Jugendlichen die Bildung eine Interessen-gemeinschaft von Kinder-/Jugendlichen zu schaffen, die aktiv in der Neugestaltung mit eingebunden wird.
„Nicht über, sondern mit den Jugendlichen sprechen."
- Errichtung eines runden Tisches um im Rahmen der Änderungen mit allen Beteiligten (gem. Diskussionspapier FWG) regelmäßig eine Abstimmung zu ermöglichen.
- Vorschläge zur Nutzung des Gebäudes des jetzigen HOT Jugendzentrum Funkenflug bei einer evtl. Nichtverlängerung des Vertrages (Ablauf 30.06.2014) vorzulegen.
Generell sind aber auch bei der Jugendarbeit die finanziellen Zwänge „Nothaushalt" und die Folgekosten zu berücksichtigen, deshalb sind alle Möglichkeiten der bereits im Haushalt eingestellten Haushaltstitel die im Rahmen der offenen -/Jugendarbeit für die verschiedenen Projekte genutzt werden können heranzuziehen.
Begründung:
Der Begriff offene Kinder- und Jugendarbeit bezieht sich heute nicht mehr nur auf „stationäre" Einrichtungen, die klassischen „Häuser der offenen Tür" sondern auch auf mobile, aufsuchende Angebote. Die offene Kinder und - Jugendarbeit stellt sich als sehr komplexes pädagogisches Handlungsfeld dar. Es ist gekennzeichnet durch einen beständigen Veränderungsprozess, der auf die sich wandelnden Bedürfnisse von Kindern - und Jugendlichen, ihre Fragen und Probleme immer neu einzustellen ist. Dazu gehört ein cliquenorientiertes Konzept, das die Unterschiede der einzelnen Gruppen und Cliquen ernst nimmt und den altersspezifischen, ethnischen, geschlechtsspezifischen Bedürfnissen gerecht wird. Aufgrund der speziellen Bevölkerungsstruktur in Augustdorf ist hier ein besonderer Schwerpunkt in Bezug auf die Jugendarbeit gegeben.
Aufgrund des Diskussionspapier der FWG wurden in den letzten Monaten verstärkt Gespräche mit Jugendlichen, Fraktionen usw. geführt. Grundsätzlich besteht interfraktionell eine große Einigkeit in vielen Punkten hier Änderungen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten durchzuführen. (PK)
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