Unterstand als Treffpunkt für Jugendliche von Anwohnern nicht gewollt!
In der Sitzung des Haupt - und Finanzausschuss am 07.05.2009 wurde u. a. über eine Beschwerde der Anlieger des Spiel - und Bolzplatzes unterhalb des Jugendtreffs entschieden.
Die Beschwerde richtete sich gegen einen Mehrheitsbeschluss des Rates, der einen Unterstand unterhalb des Jugendtreffs, für Jugendliche beschlossen hatte.
Die Anwohner befürchten zusätzlichen Lärm, Vandalismus und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Jugendgruppen und weitere negative Beeinträchtigung ihres Wohnumfeldes.
Unser Fraktionsvorsitzender Jürgen Czolbe äußerte sich zum Thema in der Sitzung am 07.05.2009 wie folgt:
Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren!
Ich kann die Bedenken und Ängste der Anwohner nachvollziehen.
Schon jetzt ist die Verwaltung nicht in der Lage den Anwohnern ihr zustehendes Ruhebedürfnis zu billigen.
Anwohner werden durch Trinkgelage auf dem Bolz - und Spielplatz um ihre Abend - und Nachtruhe gebracht.
Ein Teil der Nutzer des Jugendtreffs sind auch nicht auf ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis aus.
Eine Gefährdung der Kinder, für die ja wohl der Spiel - und Bolzplatz errichtet wurde, durch Glasscherben, Resten von Alkohol in den weggeworfenen Flaschen, Zigarettenkippen usw. (unter usw.könnten auch Rauschgiftutensilien sein) kann von ihnen nicht in Kauf genommen werden.
Ja, sie setzen noch einen drauf, und schaffen die überdachte Bierbude, und laden damit zu einer verstärkten Nutzung auf Kosten der Ruhebedürfnisse der Anwohner und Sicherheit der Kinder ein.
Ich glaube nicht, meine Damen und Herren, dass sie das verantworten können.
Eine zusätzliche Lärmquelle durch die Kampfdörfer haben wir gemeinsam abwehren können.
Sie sind jetzt dabei, hausgemachte Lärmquellen, ob Spielplatz oder Römerstätte zu forcieren.
Ich appelliere an sie, gehen sie in sich, und lassen sie uns gemeinsam über die Abstellung der Ärgernisse beraten bzw. abwarten, was das neue Konzept der Straßensozialarbeit bringen wird.
Ein großer Teil der Anlieger sind hier, um zu sehen und zu hören, welche Fraktionen ihnen die zusätzliche Lärmquelle aufbürden wollen.
Geehrte Damen und Herren,
ich erinnere daran, dass hier unsere Wählerinnen und Wähler sitzen die den Unterstand ablehnen. Es wäre absurd über ihre Köpfe hinweg ihrer Beschwerde nicht statt zu geben.
Den Verwaltungsvorschlag, der Bürgermeister sucht mit den Anliegern einen geeigneten Platz für den Holzunterstand aus, finden ich im Sinne der Beschwerde makaber, und lehne diesen Vorschlag ab.
Die Freien Wähler beantragen, den Beschluss über den Standort des Unterstandes aufzuheben.
Das Thema, bis Auswertungen über die neu organisierte Straßensozialarbeit vorliegen, zu vertagen.
Unser Antrag wurde von der CDU, SPD und FDP abgelehnt.
Sie haben die berechtigten Ängste der Bürgerinnen und Bürger nicht verstanden.
Anstatt sich den Argumenten der Anlieger und Freien Wähler zu stellen, warf man uns Wahlkampfgebaren und unsachliche Behauptungen vor.
Sie beschlossen, sich mit den Anliegern zu treffen um gemeinsam einen Standort für den Unterstand zu erkunden und fest zu legen.
Wie politisch naiv muss man sein, Anlieger aufzufordern einen Standort für ein Objekt zu erkunden, das sie nicht wollen!
(JC)
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