Jugend mit in´s Boot nehmen!
15.08.2009
Wir beabsichtigen für die nächste Legislaturperiode ein "Jugendparlament" in Augustdorf zu etablieren.
Wir werden dazu einen Antrag in den Rat einbringen!
Wir sind der Auffassung, dass die bisherige offene Jugendarbeit nicht im ausreichenden Maß erfolgreich war. Das machen wir an andauernden Belästigungen, Randale, Alkoholexzesse mit einhergehenden Vandalismus im öffentlichem Raum unseres Ortes in den Abend - und Nachtstunden an jeden beliebigen Wochentag fest. Die zusätzlich eingesetzten Ordnungskräfte wirken sich nicht in erwarteter Weise aus. Ihnen kann und darf man keinen Vorwurf an der derzeitigen Situation machen. Sie können nicht zu jeder Zeit an jedem Platz im Ort gleichzeitig sein.
Auch ist der herbei gerufenen Polizei kein Vorwurf zu machen. Wenn sie von Bürgern benötigt wird, klafft zwischen dem Ereignisfall und ihrem Eintreffen am Tatort, ein zu großer Zeitverzug. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die jugendlichen Täter ihr Verhalten darauf abgestellt haben.
Uns ist es wichtig, darauf weisen wir an dieser Stelle hin, dass es sich um einige wenige weibliche und männliche Jugendliche handelt, denen Rücksichtnahme, Respekt und gutes Benehmen Fremdworte sind.
Wir wollen im Konsenz mit den anderen im Rat vertretenen Parteien dafür Sorge tragen, dass dieser Spuk in unserem Ort bald ein Ende findet.
Wir wollen die Jugend zur Mitarbeit für ihre Belange auf der politischen Ebene aufrufen.
Sie zur Mitarbeit im neu zu schaffenden Jugendparlament bewegen. Sie einbeziehen in den politischen Willensbildungsprozess.
Die Idee eines Kinder- und Jugendparlamentes ist nicht neu. Vor zehn Jahren wurde in der Gemeinde Leopoldshöhe vom Bürgermeister Gerhard Schemmel eine Kinder - und Jugendsprechstunde eingeführt. Sie entwickelte sich gut. Um die Mitwirkung des Nachwuchses weiter auszubauen und ihnen ein wirkungsvolles Sprachrohr zu geben, griff eine Arbeitsgemeinschaft der Felix-Fechenbach-Gesamtschule die Anregung der Verwaltung auf und rief das Kinder - und Jugendparlament ins Leben. 2003 nahm es seine Arbeit auf. Die auf zwei Jahre gewählten Mitglieder setzen sich dafür ein, dass die Belange der Jugend in die Kommunalpolitik einfließen und bei Entscheidungen Berücksichtigung finden.
Das kann, das muss auch in Augustdorf zu einer Erfolgsstory werden. (PG)
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