"Domus Liberorum", Heimstatt für junge Schwangere und Mütter
12.09.2009
Nach dem Willen von Frau Laura Radi (CDU), ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Gemeinde Augustdorf, soll eine Wohneinrichtung für 64 junge Schwangere und Mütter in Augustdorf entstehen, die sie mit ihrer Tochter betreiben will. Ihr privates Objekt beinhaltet außerdem 18 Plätze für Menschen mit Down-Syndrom. Die Einrichtung soll Heimstatt für schwangere junge Mädchen, Frauen und Mütter in psychosozialer Notlage werden. Ausgeschlossen ist die Aufnahme von akut Drogen - und Alkoholabhängigen sowie Klientinnen, die der stationären psychatrischen Behandlung bedürfen.
Sie möchte mit „Domus Liberorum" (Haus der freigeborenen Kinder) Mädchen ab dem
13. Lebensjahr ein vorübergehendes Zuhause geben, das ihnen ermöglicht, einen Schulabschluss und /oder einen Berufsabschluss zu erlangen. Ähnliches gilt für die Menschen mit Down-Syndrom. Ziel für alle ist der Weg in die Selbstständigkeit.
Eine Kindertagesstätte für ca. 75 Kinder wird ebenfalls in der Wohneinrichtung entstehen und ist ausschließlich den Kindern der Bewohnerinnen vorbehalten.
Ein Architekturbüro hat bereits Pläne für den Gebäudekomplex erstellt. Geplant ist eine Nutzfläche von rund 3.500 qm sowie ein 10.000 qm großer Garten. Ein Standort an der Haustenbecker Straße ist ins Auge gefasst. Es handelt sich dabei um das Grundstück Haustenbecker Straße 142.
Die Investorin beabsichtigt laut Bauvoranfrage, dass Grundstück Haustenbecker Straße 144 zur Vergrößerung des Baugrundstückes, zu erwerben.
Durch das Projekt, zwei Banken haben dem Finanzierungskonzept zugestimmt, sollen 50 Arbeitsplätze und 10 bis 15 Ausbildungsplätze entstehen.
Der Bauvoranfrage der Bauherrin zur Errichtung einer sozialen Anlage auf dem Grundstück Haustenbecker Straße 142 sowie einer Überschreitung der Satzungsgrenze stimmte der Auschuss für Bau Planung und Umwelt in seiner Sitzung am 08.09.2009 zu. Jürgen Czolbe enthielt sich. Er stellte fest, dass dieses Bauvorhaben seines Erachtens städtebaulich nicht in das Wohngebiet passt. Er möchte nicht grundsätzlich absagen, aber auch die Nachbarn und der Heimatverein sollten gefragt werden. Erst wenn alles geklärt scheint, könne man dem Vorhaben zustimmen. Aus diesem Grund hat die FWG Frau Laura Radi gebeten, bei der Fraktionssitzung am 21.09.2009 um 19.00 Uhr, Bürgerzentrum Raum Dören, Eingang Annastraße,
die Mitglieder der FWG Fraktion über ihr Vorhaben zu unterrichten. Sie kommt diesem Wunsch nach. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu dieser Sitzung herzlich eingeladen. (PG)
Dieser Artikel wurde bereits 512 mal angesehen.