Ideensammlung für das "Römertage-Gelände" ist eröffnet
Bauausschuss diskutiert Zukunft des Römertage-Geländes
Mit den Stimmen der CDU und der FWG hat der Ausschuss für Bau, Planen und Umwelt beschlossen, in die Ideenfindung für das Römertage-Gelände südlich des Birkenweges einzusteigen. Die SPD stimmte dagegen, es gebe "genügend Baustellen" im Dorf.
Bürgermeister Dr. Andreas Wulf erinnerte daran, dass die Gemeinde dem FCE als Veranstalter der Römertage erlaubt hatte, Wallanlagen zu errichten. Der Kreis erwarte nun "bis Ende April" eine Lösung, wie es weitergehen solle. "Wenn wir nichts machen, bedeutet das in der Konsequenz, dass der FCE die Wallanlagen beseitigen muss."
Die sah Jürgen Czolbe (FWG) anders: "Wir lassen uns doch wohl vom Kreis nicht gängeln." Zudem habe der Insolvenzverwalter des FCE erklärt, dass der Verein "mit den Römertagen fertig" sei. Czolbe sah keine Eile. Das Gelände zu entwickeln sei eine Aufgabe für Jahrzehnte. "Im Übrigen müssen wir uns sehr gut überlegen, wie wir den Bürgern weismachen wollen, dort ein Freizeitgelände zu bauen, während wir Spielplätze geschlossen und Immobilien zu billig verkauft haben."
Heinrich-Georg Schneider sagte, ein Freizeitgelände neben dem Friedhof werde es mir der SPD nicht geben. Er nannte es den "Kindheitstraum des Bürgermeisters", auf dem Gelände einen Abenteuerspielplatz einzurichten. "Wenn wir schon das Geld haben, sollten wir an der Schlesierstraße was Vernünftiges machen." Es sei zudem völlig vage, ob der Kreis das Areal für Veranstaltungen nutze. "Davon wissen wir nur aus der LZ." Schneider kritisierte auch, dass Dr. Wulf den Vertrag mit dem FCE am Rat vorbei abgeschlossen habe. Daher sei die Angelegenheit "sein Problem". Der Bürgermeister wies das zurück, das Verfahren sei üblich, etwa bei Zirkus-Gastspielen. Außerdem wolle er sich mitnichten einen Kindheitstraum erfüllen.
Frank Salomon (CDU) verstand die ganze Aufregung nicht: "Es geht doch nur darum, dass wir uns Gedanken machen." Ein Konzept soll nun unter Beteiligung aller interessierten Einwohner und der Vereine erarbeitet werden. Bürgermeister Dr. Wulf sagte, er sei "für jede Idee dankbar".
Dieser Artikel wurde bereits 581 mal angesehen.