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Pflanzbeete auf dem Prüfstand

Pflasterung grundsätzlich möglich

Die Gemeinde will bei der Pflege von Pflanzbeeten an ihren eigenen Straßen Geld einsparen. Mit der Mehrheit von CDU und FDP fasste der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt deshalb einen Beschluss, nach dem es grundsätzlich möglich sein soll, derartige Flächen "zurückzubauen", also etwa zu pflastern. Strikt dagegen waren SPD und FWG. "Wehret den Anfängen", hieß es.

Welche Bereiche im Einzelnen betroffen sind, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Im Blickfeld der Verwaltung befinden sich aber bereits zwei konkrete Maßnahmen. Zum einen geht es um "die Reste der Rosenbeete" zwischen dem Gehweg und den Parkplätzen in der Rosenstraße, zum anderen um die schmalen Berberitzen-Anpflanzungen im Kreuzungsbereich Pivitsheider Straße/Schlingweg/Gingweg.

Bürgermeister Dr. Andreas Wulf (CDU) versicherte ausdrücklich, dass es nicht darum gehe, Grünbereiche großflächig einzuebnen oder das Gesamtbild maßgeblich zu verändern. Vor allem in der Rosenstraße, wo die Pflanzen vor sich hinkümmerten, weil sie ständig von parkenden Autos zur Seite gedrückt würden, gehe es auch um die Ästhetik. Zudem habe man festgestellt, dass die Ausgaben der Gemeinde für die Unterhaltung des 44 Kilometer langen Straßennetzes um knapp die Hälfte über den Werten anderer Kommunen lägen. Wiederum 80 Prozent dieser Ausgaben entfielen auf die Pflege des "Straßenbegleitgrüns".

Die Fraktionssprecher von SPD und FWG, Heinrich Georg Schneider und Jürgen Czolbe, verwiesen unter anderem auf die inzwischen 46 Beetpatenschaften, die den kommunalen Haushalt entlasteten, und vertraten die Auffassung, dass durch den Vorschlag der Verwaltung die Erfolge der Ortskernsanierung in Gefahr gerieten. Auch die CDU wollte noch nicht über konkrete Maßnahmen beraten, unterstützte aber die grundsätzliche Haltung des Bürgermeisters.

Wulf wies die Ausschussmitglieder ergänzend darauf hin, dass es an der Pivitsheider Straße Handlungsbedarf gibt. Die vor der Marktkirche gepflanzten Robinien hätten sich im Schatten der Eichen nicht wie erwartet entwickeln können.

LZ-Online vom 11.10.2007

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