Gemeinderat verwirft FCE-Antrag
Sporthaus: 20 000 Euro an offenen Rechnungen
Der Augustdorfer Gemeinderat hat gestern Abend den Antrag des FC Eintracht abgelehnt, den Zuschuss für den Bau des Sportheimes am Schlingsbruch aufzustocken. Vielmehr soll ein unabhängiger Sachverständiger alsbald das Bauvorhaben überprüfen.
Der Rat folgte vor voll besetzten Zuschauerreihen einem Vorschlag der CDU. Nur die SPD sowie CDU-Mann Harald Kronshage enthielten sich, sie hätten gern festgesetzt, dass der Gutachter schon nächste Woche seine Arbeit beginnen soll. Die Verwaltung hatte keinen Beschlussvorschlag vorgelegt.
"Wir müssen sofort tätig werden, der Verein muss aus der Krise kommen", forderte Heinrich-Georg Schneider (SPD). Dies müsse fernab möglicher Schuldzuweisungen ganz kurzfristig oberstes Ziel sein. Daher stimmte die SPD gegen einen weiteren Antrag der CDU, der FCE habe seinen Verpflichtungen "ohne Einschränkungen" nachzukommen. Außerdem beschloss der Rat, dass eine Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung und Verein unverzüglich über Lösungsmöglichkeiten nachdenken solle.
"FCE steht mit dem Rücken zur Wand" Heinrich Georg Schneider
Harald Schultze (CDU) nannte den früheren Ratsbeschluss, dem Verein 140 000 Euro zuzuschießen, "richtig". Die Fraktion sei nunmehr maßlos enttäuscht, gehe aber davon aus, nicht wissentlich getäuscht worden zu sein. Die FWG sah sich in ihren schlimmsten Befürchtungen bestätigt und kritisierte Bürgermeister Dr. Andreas Wulf."Wir hätten von Ihnen Lösungsvorschläge erwarten können", sagte Jürgen Czolbe.
Wie berichtet, hat der Verein einen Zuschuss in Höhe von 60 000 Euro beantragt, sonst sei die Fertigstellung des Sporthauses gefährdet. Gestern Abend gab Bürgermeister Dr. Andreas Wulf zudem bekannt, dass einer neuen Kostenrechnung des Vereins zufolge weitere 43 000 Euro benötigt würden, um Dachgeschoss und Keller komplett ausbauen zu können. Von diesem "zweiten Bauabschnitt" sei bislang nie die Rede gewesen.
Am Rande der Ratssitzung wurde bekannt, dass der Verein aktuell 20 000 Euro an offenen Rechnungen zu begleiche hatte. Dies rückte Schneiders Aussage ins rechte Licht, der FCE stehe "mit dem Rücken zur Wand". Weiterer Bericht folgt.
LZ-Online vom 26.10.2007
Dieser Artikel wurde bereits 578 mal angesehen.