Des Augustdorfers Sägefreiheit
CDU lehnt Baumschutzsatzung ab
Es wird in Augustdorf keine Baumschutzsatzung geben. Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt lehnte entsprechende Anträge der SPD und der Freien Wählergemeinschaft mit den Stimmen der CDU ab. Auch Bürgermeister Dr. Andreas Wulf hatte sich für eine Satzung ausgesprochen.
Die Gemeindeverwaltung hatte auf Grundlage einer Mustersatzung ein für Augustdorf zugeschnittenes Regelwerk erarbeitet. "Der Entwurf konzentriert sich auf den Schutz der das Orts- und Landschaftsbild prägenden und für Augustdorf typischen Bäume", hatte Dr. Wulf klargestellt. Er berief sich auf die Anträge der beiden Fraktionen, die darauf verwiesen hatten, dass in jüngster Vergangenheit viele markante Bäume "unverständlicherweise" der Motorsäge zum Opfer gefallen seien.
Für die SPD sagte Heinrich-Georg Schneider, eine Satzung sei "die einzige Chance, die Axt im Dorf nicht walten zu lassen." Bäume seien ohne Grund willkürlich der Säge zum Opfer gefallen. "Ein Unrechtsbewusstsein gibt es nicht, da bräuchten wir eine Handhabe. An die Vernunft zu appellieren, reicht nicht." Jürgen Czolbe von der FWG war sauer auf die CDU und kommentierte: "Wir haben wieder eine Chance vertan, und das war schon der dritte Versuch.
An alten Bäumen wurde in erheblichem Maße Raubbau betrieben, viele Standort prägende Bäume sind schon weg." Mit der von der Verwaltung vorgelegten abgespeckten Mustersatzung für ländliche Gemeinden sei die FWG einverstanden gewesen, damit hätte das unkontrollierte Fällen alter Bäume verhindert werden können. Es sei lächerlich, 2000 Euro für neue Bäume in den Haushalt einzustellen.
Quelle LZ-Online 16.02.2007
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