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"CDU wirft uns Fehdehandschuh hin"

Vorstand des Fördervereins verlangt Rücknahme des Beschlusses zur Freibad-Zukunft
Augustdorf (mah). Der Augustdorfer Freibad-Förderverein (FFV) empfindet die Entscheidung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen als "Schlag ins Gesicht". Die Betriebsführung des Bades zu übernehmen, sei unmöglich, sagte Vorsitzender Oliver Prehn. Auch die anderen von Bürgermeister Dr. Wulf vorgeschlagenen und von der CDU unterstützen Maßnahmen mit dem Ziel "Senkung des Zuschussbedarfes"  stoßen dem FFV bitter auf.

"Offensichtlich erhöht die CDU den Druck auf uns, damit wir aufgeben und die Gemeinde das Gelände verkaufen kann", mutmaßte Vorstandsmitglied Peter Kaup. Prehn kündigte an, dass der Vorstand nicht zur Wiederwahl antreten werde, sollten die Politiker die Vorlage nicht zurücknehmen. Die nächste Jahreshauptversammlung werde Ende Januar stattfinden, vor Beginn der Arbeiten im Freibad.
Der FFV betonte, dass er die vertraglich mit der Gemeinde vereinbarten Leistungen erbracht habe und erinnerte an Hunderte von Arbeitsstunden im Freibad. Prehn: "Wir haben gemauert, verfugt, das Kassenhäuschen verglast und vieles mehr." Dabei habe auch der Bauhof tatkräftig mitgeholfen. Statt sich aber nun öffentlich hinter den Förderverein zu stellen, um etwa Sponsoren von einem Engagement besser überzeugen zu können, werfe die CDU dem FFV "den Fehdehandschuh" zu, wie Kaup sagte. Bürgermeister Dr. Andreas Wulf lasse soziale Verantwortung für Augustdorf vermissen - dabei sei er selbst Vereinsmitglied. Dass die CDU den Verein lobe, sei ein "reines Lippenbekenntnis", meinte Prehn. Zweite Vorsitzende Sigrid Ney kritisierte, dass weder Wulf noch die CDU für bessere Stimmung sorgten, sondern immer nur betonten, dass etwas nicht funktioniere. Auf Vorschläge zum Bau eines Blockheizkraftwerkes oder einer Schwallwasseranlage habe der Verein nicht mal eine Antwort bekommen. Überhaupt sei in den vergangenen Jahren und schon zu Peter Hufendieks Zeiten nie in das Bad investiert worden. Sie vermisse konstruktive Vorschläge -etwa, eine Kooperation mit Schloss Holte-Stukenbrock (dort gibt es ein Hallenbad) zu prüfen. Die Eintrittspreise hingegen könne man aufgrund der sozialen Struktur Augustdorfs nicht erhöhen, schon gar nicht, wenn man das Bad nicht attraktiver gestalte.
Bitter aufgestoßen ist es den Aktiven des Freibadvereins, dass die Verwaltung "Ermüdungserscheinungen" im Verein festgestellt haben will. Ney: "Mehr als in den vergangenen Jahre können wir nicht leisten - und wollen wir auch nicht." Auch Dr. Wulfs Aussage, das Freibad werde zur Lasten künftiger Generationen betrieben, sei völlig falsch. "Das Gegenteil ist der Fall. Wir arbeiten für die Kinder derjenigen Gemeinde Nordrhein-Westfalens, in der die meisten Kinder und Jugendlichen wohnen." Die Aussagen Dr. Wulfs seien vereinsschädigend. Ins Bild passe allerdings, dass der Verein nicht mal zu der Sitzung vergangene Woche eingeladen worden sei.

LZ-Online 29.11.2007

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