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Spielplatz Sandstraße bestimmt die Diskussion

Deutliche Mehrheit für Konzept der Gemeindeverwaltung

Augustdorf (da). Die Gemeinde will im Zuge ihrer Einsparungsbemühungen mittelfristig drei Spielflächen für Kinder schließen beziehungsweise verlegen. Das steht in einem von der Verwaltung vorgelegten Spielplatzkonzept, das der Ratsausschuss für Bau, Planung und Umwelt gegen die Stimmen von FWG und FDP beschlossen hat. Knackpunkt war dabei einmal mehr das Areal an der Ecke Sandstraße/Stukenbrocker Straße.

 

Diese Fläche - sie war von der Gemeinde vor drei Jahren schon einmal zur Disposition gestellt worden - wird aber erst dann verkauft und zur Bebauung mit zwei Einfamilienhäusern freigegeben, wenn ein in der Nähe geplanter Spielplatz fertig ist.

Dieser soll auf einem gegenwärtig unbebauten Gelände zwischen dem östlichen Ende der Sandstraße und dem Mergelweg entstehen. Der Platz ist im betreffenden Bebauungsplan bereits ausgewiesen, die Fläche wurde von der Gemeinde allerdings bisher weder gekauft noch gepachtet.

Auf scharfe Kritik stieß dieses Vorhaben bei FWG-Fraktionschef Jürgen Czolbe, der darauf hinwies, dass der Spielplatz Sandstraße nicht nur sehr gut angenommen werde, sondern für diesen auch eine Patenschaft bestehe. Der alternative Standort sei abgelegen und schlecht einsehbar. Czolbe wörtlich: "Ich hätte Angst um die Kinder."


SPD begründet Sinneswandel

Diese Äußerung wies sein SPD-Kollege Heinrich Georg Schneider entschieden zurück. Es sei vollkommen unangebracht, "Angst und Schrecken zu verbreiten", meinte er. Den Sinneswandel seiner Fraktion, die vor drei Jahren noch gegen den Verkauf der Fläche an der Sandstraße gestimmt hatte, erklärte Schneider mit der veränderten Ausgangslage. Anders als damals sei jetzt sichergestellt, dass in diesem Bereich ein Spielplatz bleibe.


Für unsinnig hält Czolbe ebenfalls die Absicht, den gegenwärtig zwischen Stettiner Straße und Waldstraße bestehenden Spielplatz um ein paar Meter nach Westen auf ein ungenutztes Grundstück im Bogen der Berliner Straße zu verlegen. Dann könne man genau so gut auf die ein Hektar große bestehende Spielfläche an der Schlesierstraße ausweichen, meinte er. Auch die Fläche an der Stettiner Straße will die Gemeinde verkaufen.

Unumstritten war lediglich der Vorschlag der Verwaltung, den Spielplatz östlich des Hermann-Löns-Weges aufzugeben. CDU-Fraktionschef Harald Schultze begrüßte das Konzept in seiner Gesamtheit.
(Quelle LZ-Online 19.08.2006)

 

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