Obelisk kommt in den Kreisverkehr
Streit um Bürgerbefragung
Obelisk kommt in den Kreisverkehr
Streit um Bürgerbefragung
Augustdorf (da). Der von dem Augustdorfer Unternehmer Berthold Dobbe gespendete Sandstein-Obelisk hat einen Standort. Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt beschloss nach Angaben von Bürgermeister Dr. Andreas Wulf (CDU) mit 7:4 Stimmen, das Objekt im Kreisverkehr Pivitsheider Straße aufzustellen. Für diesen Standort seien CDU und FDP gewesen, dagegen hätten SPD und FWG votiert.
Eine heftigen Streitpunkt zwischen Wulf und FWG-Fraktionschef Jürgen Czolbe bildete dabei die Bewertung der Ergebnisse einer Bürgerumfrage, die von der Verwaltung gestartet worden war, nachdem sich der Haupt- und Finanzausschuss in dieser Frage nicht hatte einigen können. Zwar habe dieses Verfahren, so Wulf, eine deutliche Mehrheit für den Alternativstandort an der Erich-Kästner-Schule ergeben, doch könnten die 40 eingegangenen Meinungsäußerungen nicht annähernd als repräsentativ gelten.
Mehr als die Hälfte der abgegebenen Meinungen habe auf einer Unterschriftenaktion eines FWG-Ratsherrn basiert, bei der die Alternative Kreisverkehr noch nicht einmal zur Auswahl angeboten worden sei. Unter den übrigen Rückmeldungen sei eine große Zahl von Meinungsäußerungen von Ratsmitgliedern und Sachkundigen Bürgern der FWG gewesen.
Czolbe konnte an seinem Verhalten und dem seiner Mitstreiter nichts Kritikwürdiges erkennen. Die Bürger seien per Zeitungsartikel aufgerufen worden, ihre Meinung zu sagen, und da fühle er, Czolbe, sich selbstverständlich angesprochen. Eine Alternative hätte bei der Unterschriftenliste auch gar nicht genannt werden müssen, weil die ohnehin allen Beteiligten bekannt gewesen sei. Dass nur wenige Bürger mitgemacht hätten, sei nun wirklich nicht der FWG anzulasten.
Wulf begründete sein Votum für den Kreisverkehr-Standort unter anderem damit, dass der fünf Meter hohe Obelisk frei stehen müsse, damit er wirken könne. Czolbe sieht darin eine Ablenkung der Verkehrsteilnehmer und beklagt den fehlenden Bezug des Bauwerks zur Gemeinde.
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