Gemeinderat stimmt Sporthaus-Vertrag zu
Nur FWG gegen die Vereinbarung mit dem FC Eintracht
Was lange währt, wird endlich ein Sporthaus - der Gemeinderat hat gestern Abend mit der Mehrheit von CDU, SPD und FDP dem Abschluss einer Nutzungsvereinbarung und einer Rahmenvereinbarung mit dem FC Eintracht über den Bau eines Sportheims auf dem Schlingsbruchgelände zugestimmt. Wenn die FCE-Mitglieder Ja sagen, rollen im März die Bagger an.
Dann wird der FCE den Neubau in eigener Verantwortung durchführen und das Haus später betreiben, wobei es allen Augustdorfer Vereinen, Kindergärten und Schulen zur Verfügung gestellt werden muss. Der Verein wird außerdem unter anderem sämtliche Mäharbeiten übernehmen.
Das Sporthaus bringe beträchtlichen Nutzen für die gesamte Gemeinde, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Harald Schultze - auch, wenn nicht alle Wünsche der Verwaltung und Politik erfüllt würden. Aber: "Wir identifizieren uns mit diesem Sporthaus." Seitens der SPD verwies Heinrich-Georg Schneider darauf, dass der Rat sein mindestens 15 Jahre altes Versprechen einlöse, auf dem Schlingsbruch Hochbauten zu errichten. Er bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern des FCE und sagte, er freue sich, dass "die CDU ihre Entscheidung auf Wunsch der SPD überdacht hat."
"Das sind Alibi-Zahlen" Jürgen Czolbe
In Erinnerung an die frustrierende Kommentierung des FCE-Vorsitzenden Klaus Senft nach der jüngsten Hauptausschusssitzung, das Sporthaus sei nunmehr tot, sagte Schneider: "Es ist lebendig wie noch nie." FDP-Ratsherr Hans Greulich lobte die Pläne, das Haus komme allen zugute.
Die CDU musste sich von der FWG gestern den Vorwurf gefallen lassen, sie betreibe "Wendehalspolitik nach dem Motto: ,Was stört mich mein Geschwätz von gestern'." Fraktionsvorsitzender Jürgen Czolbe kritisierte, dass die Gemeinde statt der stets avisierten 40 000 Euro nunmehr lediglich 23 000 Euro einspare, und dass der Bauhof weiterhin tätig werden müsse. Die Zahlen der Verwaltung nannte er "Alibizahlen". Seine Fraktion werde den Beschluss durch die Kommunalaufsicht prüfen lassen.
Einer solchen Prüfung sieht Bürgermeister Dr. Andreas Wulf gelassen entgegen. Er wies darauf hin, dass der Beschluss selbstverständlich unter dem Vorbehalt stehe, dass der Haushalt 2007 ja weder vorliege noch durch den Kreis Lippe genehmigt sei. Aber: "Die 140 000 Euro, die wir beisteuern, kommen aus der Sportpauschale. Und die muss für den Sport ausgegeben werden. Ich bin nahezu sicher, dass der Kreis zustimmen wird."
Quelle LZ-Online 27.10.2006
Die FWG ist nicht generell gegen den Bau eines Sportheimes am Schlingsbruch, das Einzigste was die FWG zur Ablehnung des Antrages bewogen hat ist die momentane Haushaltslage der Gemeinde Augustdorf. Zu einem anderen Zeitpunkt mit einer besseren Haushaltslage wäre die FWG immer für einen Bau eines Sportheimes zu haben.
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