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Bedingungen für Zustimmung zum Abbau von Quarzsand

Ausschuss lehnt Vorhaben vorläufig ab

Rat und Verwaltung lehnen den von der Augustdorfer Sandgruben- und Deponie-GmbH (A.S.D.) geplanten Tagebau zur Gewinnung von Quarzsand am Kohlenweg in der jetzigen Form ab. Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt schließt in seiner am Dienstag getroffenen Entscheidung aber eine spätere Zustimmung im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens nicht aus - wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Der Gemeinde geht es dabei vor allem um die Festschreibung der Folgenutzung für das Gelände. Während die Augustdorfer diesen Bereich nach Beendigung der Grabungen gern zu Freizeit- und Erholungszwecken nutzen würden, hat das für diese Angelegenheit zuständige Bergamt bei der Bezirksregierung Arnsberg nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge vor, das Gelände nach Auslaufen der gewerblichen Nutzung seiner natürlichen Entwicklung zu überlassen.
Dies stehe dem Interesse der Gemeinde klar entgegen, meint Bürgermeister Dr. Andreas Wulf. Er verweist darauf, dass dieser Bereich nicht nur gegenwärtig als Naherholungsgebiet von vielen Augustdorfern genutzt werde, sondern auch große Bedeutung für die Weiterentwicklung des Tourismus in der Gemeinde habe.

FWG kritisiert Verwaltungsvorlage
Als einzige stimmte FWG-Fraktionschef Jürgen Czolbe gegen die Vorlage. Zwar seien auch die Freien Wähler für eine touristische Nutzung, doch sei die Firma A.S.D. dafür der falsche Ansprechpartner. Diese habe das Gelände ja selbst nur gepachtet und könne deshalb nicht auf die Wünsche der Gemeinde für eine spätere Ausgestaltung festgelegt werden. Im Übrigen könne es sich Augustdorf nicht leisten, Unternehmer, die investieren wollten, auf diese Weise zu behandeln.

Diesen Vorwurf bestritt Heinrich Wieking (CDU) ganz entschieden. Seine Fraktion sehe in dem Beschluss vielmehr einen weiteren Verhandlungsauftrag für die Verwaltung. Es sei jetzt zu klären, welches Verfahren beschritten werden müsse, um die gewünschte Nachfolgenutzung zu erreichen. SPD-Fraktionschef Heinrich Georg Schneider äußerte die Befürchtung, dass das Abbaugelände Zug um Zug vergrößert werden könnte, wenn jetzt nicht eindeutige Beschlüsse gefasst würden.
Das A.S.D.-Vorhaben erstreckt sich auf eine Fläche von 9,5 Hektar, wobei 6,9 Hektar für die Quarzsandgewinnung vorgesehen sind. Das Unternehmen will in den kommenden elf Jahren rund 1,1 Millionen Tonnen abbauen.

Quelle LZ-Online vom 26.10.2006

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