Arbeitskreis erarbeitet Konzept für Jugendhilfe
Verwirrung in der CDU bei Abstimmung
Ein Arbeitskreis, bestehend aus fünf Vertretern der Politik und zwei der Verwaltung sowie weiteren zwei Angehörigen der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, soll bis Mitte nächsten Jahres ein Konzept zur Weiterentwicklung der Offenen Jugendarbeit und der Straßensozialarbeit vorlegen. Das hat der Rat jüngst beschlossen.
Verwirrung in der CDU bei Abstimmung
Ein Arbeitskreis, bestehend aus fünf Vertretern der Politik und zwei der Verwaltung sowie weiteren zwei Angehörigen der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, soll bis Mitte nächsten Jahres ein Konzept zur Weiterentwicklung der Offenen Jugendarbeit und der Straßensozialarbeit vorlegen. Das hat der Rat jüngst beschlossen.
Die SPD trug diese Entscheidung nicht mit, da sie ein solches Gremium für überflüssig hält. All diese Dinge könne man genau so gut im Fachausschuss für Jugend, Sport und Soziales besprechen, meinte Ratsmitglied Wolfgang Holitschke. Der sei schließlich auch nicht viel größer als der Arbeitskreis. Überhaupt kein Verständnis zeigte Holitschke für Ausführungen von Bürgermeister Dr. Andreas Wulf (CDU), die Vertraulichkeit lasse sich in einem Arbeitskreis leichter wahren.
Die Befassung mit diesem Thema war notwendig geworden, weil auf allen Seiten die finanziellen Mittel für die Jugendarbeit weniger werden. Dies gilt etwa auch für die Kirchengemeinde, die Träger des Hauses der offenen Tür "Funkenflug" ist. Wulf geht ebenfalls davon aus, dass der Kreis Lippe "seine Standards absenken" wird.
Zoff gab es im Rat über die Besetzung des Arbeitskreises, nachdem es der Fachausschuss zuvor unterlassen hatte, entsprechende Festlegungen zu treffen. Der Vorschlag, je zwei Mitglieder von CDU und SPD zu entsenden, aber nur einen von den Freien Wählern, stieß bei FWG-Fraktionsvorsitzendem Jürgen Czolbe auf Empörung. Er forderte im Gegenzug nicht nur einen zweiten Sitz für seine Fraktion, sondern auch noch eine Beteiligung der FDP, die mit einem Sitz im Rat vertreten ist.
Daraufhin herrschte bei der CDU offensichtlich solch große Verwirrung, dass die Freien Wähler mit diesem Begehren fast noch durchgekommen wären - auch weil sich die SPD enthielt. Bei der Abstimmung musste Wulf schon sehr langsam zählen, damit sich mehrere zunächst gehobene Hände in Reihen der CDU-Fraktion wieder rechtzeitig senken konnten.
LZ-Online 11.12.2006
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