Stellungnahme zu Offenen Brief von Herrn Bürgermeister Dr. Wulf vom 15.12.2005
Sowie Internetdarstellung auf der Gemeindeseite Herrn Bürgermeister Dr. Andreas Wulf Rathaus Augustdorf, 21.12.2005 Stellungnahme zu Ihrem Offenen Brief vom 15.12.2005 Sowie Internetdarstellung auf der Gemeindeseite -Offener Brief- Sehr geehrter Herr Dr. Wulf! Eigentlich hätte ich erwartet, dass Sie mir in Ihrem Offenen Brief vom 16.12.2005 ein frohes Weihnachtsfest und Gesundheit für das kommende Jahr gewünscht hätten, anstatt verbale Angriffe auf meine Person zu starten. Es fällt mir schwer, in der besinnlichen Weihnachtszeit Ihre Darstellungen, die ich persönlich als Rufmord bezeichne, richtig zu stellen. Fakt Herr BM ist, dass ich am 24.10.2005, bei einem interfraktionellen Gespräch, über Details der Arminus Festspiele nachgefragt habe. Da haben Sie die Aussage getroffen, dass es noch zu früh sei um ins Eingemachte zu gehen und Sie uns in vier Wochen mehr Informationen geben würden. Fakt ist auch Herr BM, dass Sie dann am 8.12.2005 und 10.12.2005 in die örtliche Presse mit weiteren Informationen gegangen sind, ohne die Fraktionen oder deren Vorsitzende im Detail zu informieren Die Fraktionsvorsitzenden der CDU- und SPD Fraktion haben Sie erst am 12.12.2005 um 17.30 Uhr an Hand eines Planes informiert. Aus anderen terminlichen Gründen konnte ich nicht teilnehmen. Diese Information bekam ich am 16.12.2005 um 9.00 Uhr, weil Sie vorher keinen Termin für mich zwischen 8.00 und 16.30 Uhr ermöglichen konnten. Diese Informationen hätte ich gerne meiner Fraktion in der geplanten Fraktionssitzung am 12.12.2005 mitgeteilt, da sie einen Rechtsanspruch auf gleichen Informationsstand hat und nicht erst aus der Presse erfahren muss, was im Detail geplant wird. Unaufrichtig Herr Bürgermeister ist, Ihre Behauptung, dass Sie mich mit einer E-Mail am 7.12.2005 um 10.37 Uhr informiert haben. Wahr ist, dass Sie diese E-Mail 12 Stunden später, um 22.37 Uhr abgesendet haben. Als ich die E-Mail gelesen hatte, war Ihr Artikel und mein Kommentar dazu längst Geschichte. Ich hoffe, Sie erwarten nicht von mir, dass ich täglich 24 Stunden am PC sitze um auf Nachrichten des Bürgermeisters zu warten. Anerkennung für die CDU Fraktion, wenn ich die Presseerklärung von Herrn Müller richtig verstanden habe, waren sie über alle Informationen vor der Presseveröffentlichung informiert. Wie man das schafft zwischen 22.37 – 05.00 Uhr morgens die Fraktionen zu informieren, ist schon erstaunlich. Herr Bürgermeister, wer nun unaufrichtig, unsachlich und unehrlich ist, sollten die Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Aber die menschliche Enttäuschung, Herr Bürgermeister, trifft mich viel mehr, - haben wir beide noch am 16.12.2005 um 09.00 Uhr in einem Vieraugengespräch das Thema Arminus Festspiele behandelt. - Dabei habe ich ausdrücklich festgestellt, dass in meinem Kommentar das Wort im Detail nicht wiedergegeben wurde. Ich habe also nicht behauptet, dass ich nicht informiert wurde, sondern nicht im Detail informiert wurde, wie es im Artikel gestanden hat. - Ich habe Ihnen meine Unterstützung, sowie die Unterstützung der Freien Wählergemeinschaft zugesagt. - Ich habe auf Dinge hingewiesen, die im Einzelnen noch geprüft werden müssen, um das Objekt nicht zu gefährden. Dass ich nicht so euphorisch bin wie Sie, liegt an meiner Lebens- und politischen Erfahrung. Sie haben nicht mit einem Wort erwähnt, dass Sie einen Offenen Brief an mich geschrieben haben. Spätestens nach unserem Gespräch hätten Sie in sich gehen müssen um den Sachverhalt nochmals zu überdenken. Aber das war nicht gewollt und leider für mich nicht die einzigste menschliche Enttäuschung, die ich von Ihnen erfahren durfte. Herr Bürgermeister, Ihre Aufforderung an mich, mehr Sachlichkeit und Ehrlichkeit in der politischen Auseinandersetzung, sowie mehr Verantwortungsgefühl gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern zu wahren, weise ich schärfstens zurück. Ich habe mir da nichts vorzuwerfen! Als Sie noch in den Windeln gelegen haben, habe ich mich schon für das Allgemeinwohl in meiner Gemeinde eingesetzt. Desweiteren fordern Sie von mir mehr Konsequenz in der Argumentation und werfen mir vor, dass ich über 1 Mio. € in das Freibad investieren will. Ich weiß, dass das Geld nicht da ist. Wo war eigentlich Ihr Vorwurf nach Solidarität und Ehrlichkeit? - Fakt ist, dass die Freien Wähler rund 480 000 € für die Renovierung des Freibades beantragt haben und nicht über 1 Mio. €, wie Sie behauptet haben. - Fakt ist aber auch, dass wir diese Summe über einen Kredit, gezahlt durch Sportplatzpauschale des Landes, abtragen wollen. Also für das Allgemeinwohl investieren. Sie wollen die Sportpauschale sowie zusätzliche finanzielle Mittel, die nicht vorhanden sind, einem Verein zur Verfügung stellen. Herr Bürgermeister Dr. Wulf, ich fordere Sie für die Zukunft auf, Ihrer Stellung angemessen auf Kritik zu reagieren und in Zukunft primitiven Rufmord zu unterlassen. Trotzdem ein „Frohes Weihnachtfest" und alles Gute! Mit freundlichem Gruß Jürgen Czolbe Anmerkung: Sie müssen sich die Frage stellen lassen, wer denn diesem Objekt mehr geschadet hat: Ich mit meinen zwei Zeilen Kommentar oder Sie mit zwei Seiten Halbwahrheiten. Da Sie Ihre Ausführungen in der Internetseite der Gemeinde, also auf Steuerzahlerkosten, veröffentlicht haben, erwarte ich von Ihnen die Fairness, meine Gegendarstellung ebenfalls zu veröffentlichen.
-Offener Brief-
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